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Das Bremer Rathaus und der Bremer Roland – UNESCO Weltkulturerbe

UNESCO-Weltkulturerbe-Bremer-Roland

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In vielen Städten Deutschlands habe ich ihn schon gesehen: den Roland! Er steht immer auf den Marktplätzen der Stadt oder Ortschaften vor den Rathäusern. Aber was hat es mit diesen Statuen auf sich?

Geschichte der Roland Statuen

Roland Statuen sind Ritterstandbilder, die häufig aus Sandstein gefertigt sind, und Schwert und Schild in den Händen tragen. Auf den Schilden ist das kaiserliche Wappen abgebildet. Schon im Mittelalter waren die Rolande Zeichen für die Eigenständigkeit und eigene Gerichtsbarkeit einer Stadt und somit auch Symbol der Freiheit.

Roland, eigentlich Hruodlands, war ein Graf der bretonischen Mark unter Karl dem Großen. Er starb den Heldentod bei einer Schlacht in den Pyrenäen und wurde fortan in einem Rolandslied verehrt. In den Städten mit Rolandfigur galt das sächsische Recht (der Sachsenspiegel wurde auf der Burg Falkenstein im Harz geschrieben), von dem Teile, wenn auch in etwas abgeänderter Form, heute immer noch in unserer Gesetzgebung zu finden sind.

 

Der Bremer Roland

Die Roland Statue, die vor dem Bremer Rathaus steht, stammt aus dem Jahr 1404! Sie steht dort an diesem Fleck also seit über 600 Jahren. Die Vorgänger Statue war ein Roland aus Holz, die allerdings 1366 kriegerischen Auseinandersetzungen zum Opfer fiel. Auch sie trug, wie die noch heute erhaltene Statue, das kaiserliche Wappen. Der heutige Bremer Roland hat eine Höhe von 5,47 m und steht auf einem ca. 60 cm hohen Betonsockel. Ein Pfeiler stützt die Figur von hinten und endet über dem Kopf in einem Baldachin. So erreicht der Bremer Roland eine Gesamthöhe von 10,21 m und ist damit die größte freistehende Statue des deutschen Mittelalters.

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Das Bremer Rathaus

Das Bremer Rathaus ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Gotik und der Weserrenaissance in Europa. Vom ursprünglichen Alten Rathaus, einem gotischen Bau, der von 1405 bis 1412 errichtet wurde, ist heute nicht mehr viel zu sehen. Die im 17 Jh. errichtete Renaissancefassade verdeckt den eher schlichten spätgotischen Bau zumindest von der Marktseite. Die Fassade ist üppig verziert mit Darstellungen aus der antiken Mythologie, christlichen Symbolen und Symbolen der Stadt Bremen, die sich alle auf eigentümliche Art und Weise mischen.

UNESCO-Weltkulturerbe-Bremen

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Einer Geschichte nach zu Folge, ergab sich das Grundmaß der Alten Rathauses aus einer Aktion, die auf der Bürgerweide außerhalb der Stadt stattfand. Man wollte die Bürger über die Größe des geplanten Rathauses entscheiden lassen und ließ alle stimmberechtigten Bürger sich in einem Rechteck aufstellen. Die Messung ergab 40m x 13m. Dies dürfte Schätzungen zu Folge in etwa 200 Bürgern entsprochen haben.

Das historische Rathaus wird heute nur noch zu repräsentativen Zwecken genutzt. Das Neue Rathaus, welches sich direkt an das Alte anschließt, beherbergt heute die Senatskanzlei, den Bürgermeister und die Landesregierung.

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Die beiden Herolde zu Pferde wurden auf der Weltausstellung 1900 in Paris ausgestellt und kamen später als Schenkung nach Bremen.

Übrigens gibt es in den Kellergewölben des Alten Rathauses den Ratskeller, dessen Gastronomie bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Im Ratskeller lagern ca. 750.000 Weine und es gibt in der Schatzkammer sogar solche, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Ein wahrer Schatz also.


Der Bremer Roland wurde zusammen mit dem Bremer Rathaus 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

 

*Pressereise: Wir wurden vom Maritim Hotel Bremen zu dieser Reise eingeladen. Vielen Dank dafür! Unsere Meinung bleibt wie immer davon unberührt.

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