Island Museen

Das Phallusmuseum in Reykjavík

Kunstmuseen hat jeder. Gemälde anschauen kann man überall. Ein Phallusmuseum? Das gibt’s nur in Island!

Aufgespießt, eingelegt, grau und schrumpelig, in Formalin aufbewahrt, gegerbt oder getrocknet und gesalzen. So präsentieren sie sich. Von der Wand hängend, in Gläser verpackt. Sogar der Türgriff ist ein Phallus. Mehr als 200 Exponate von in Island lebenden Land- und Meeressäugetieren. 17 Walarten, ein Bär, Walross und Robbe sind vertreten.

Seit 2011 gibt es auch einen menschlichen Phallus zu bestaunen. Der Isländer Pall Arason war zeitlebens ein Frauenheld (300 Frauen soll er beglückt haben) und wollte, dass sein bestes Stück auch nach seinem Tode unvergesslich bleibt. Das gute Stück ist mittlerweile in Formalin eingelegt und schwimmt verschrumpelt in einem Glas. Ob Herr Arason sich das so vorgestellt hat? Verzückend für die Frauenwelt ist das allerdings wenig.

Der größte Phallus stammt von einem Pottwal, wiegt 75 kg und misst ganze 1,70 m! Der kleinste gehört einem Hamster (und ist bei 2 mm Länge nur mit einer Lupe zu betrachten), und was darf auf Island natürlich nicht fehlen? Richtig – der Elfphallus! Diesen sucht man im zugehörigen Gläschen aber cleverer Weise vergebens. Es gibt aber auch ein Exemplar von einem Elefantenbullen aus Afrika. Mittlerweile bekommt der Kurator des Museums Phallen aus allen Teilen der Welt angeboten.

Etwas skuril ist es schon. Man kommt sich am Anfang schon etwas geniert vor, so als ob man einen Erotikladen betrifft und hofft von niemandem gesehen zu werden. Da huschen sie rein und raus die Menschen, schauen sich noch einmal schnell nach rechts und links um und verschwinden hinter der Glastür.

Am Ende ist es doch nur eins: ein ganz normales kleines Museum!

Die Beitragsfotos wurden von dem Icelandic Phallolocial Museum zur Verfügung gestellt. 

The Icelandic Phallological Museum

Laugavegur 116

105 Reykjavik

www.phallus.is

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