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5 Burgen und Schlösser im Harz, die man sich nicht entgehen lassen sollte

Prunkvolle Schlösser und mittelalterliche Burgen findet man nicht nur am Rhein, sondern auch in Norddeutschland, nämlich im Harz. Hinzu kommen noch unzählige alte Klöster, auf die ich aber in einem anderen Artikel gesondert, im Zuge des Klosterwanderweges, eingehen werde.

Einige Burgen sind noch unversehrt, viele von ihnen wurden aber im Laufe der Geschichte zu Ruinen.

Meine fünf Favoriten bei den Schlössern und Burgen habe ich Euch hier aufgelistet.

Burg Hohnstein

Die Burg Hohnstein ist eigentlich nur noch eine Ruine, dafür aber eine sehr schöne mit einem grandiosen Ausblick über den Südharz. In einem etwa 20-minütigen Aufstieg vom Parkplatz am Waldbad bzw. am Campingplatz gelangt man über den bewaldeten Bergsporn zur Ruine.

Burg Hohnstein war bis ins 15. Jh. hinein der Stammsitz der Grafen von Hohnstein. Als das Geschlecht ausstarb, übernahmen die Stolberger Grafen, deren Namen man übrigens bei ziemlich vielen Burgen und Schlössern im Harz findet, die Burg und erweiterten sie zu einem Renaissance Schloss, welches leider im Dreißigjährigen Krieg niederbrannte.

Durch das 5. Tor gelangt man zur Mittelburg und dem Treppenturm. Etwas weiter gibt es auf dem Stumpf des Bergfrieds eine Wendeltreppe, vom deren Aussichtsplattform man den Blick bei gutem Wetter sogar bis zum Kyffhäuser Gebirge schweifen lassen kann.

Die nette Burggaststätte unterhalb der Ruine lädt zum Verweilen ein.

Ausblick von Burg Hohnstein auf Neustadt im Harz.

Öffnungszeiten:

ganzjährig

Eintritt:

Frei

Anfahrt:

Bei Neustadt im Harz. Ausschilderung folgen. Parken (kostenlos) beim Freibad neben dem Campingplatz. Aufstieg ca. 20 min. zu Fuß.

 

Burg Falkenstein

Die Burg Falkenstein ist, so wie ich finde, wirklich die schönste Burg im Harz, da sie eben keine Ruine ist, sondern eine intakte Burg, deren Anfänge bis ins 12. Jh. zurückreichen. Die sehr eindrucksvolle Burg liegt auf einem 134m hohen Felssporn über dem Selketal. Mit einer Greifvogelschau (die bereits im Eintrittspreis enthalten ist) und einer sehr interessanten Ausstellung im Inneren der Burg, ist sie ebenfalls ein ideales Ausflugsziel für Familien mit Kindern.

Ich habe die Burg bereits in meinem Artikel „Mittelalter im Harz: Die Burg Falkenstein“ ausführlicher beschrieben.

Öffnungszeiten:

April –Oktober 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

November – März (Dienstag bis Sonntag) 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Eintritt:

Inkl. Falknerei 6,00€, ermäßigt 4€, es gibt Familienkarten

Anfahrt:

Parken auf dem Großparkplatz Gartenhaus (3€), von dort aus ca. 2 km wandern bis zur Burg, oder die Bimmelbahn direkt vom Parkplatz zur Burg nehmen (2,50€).

 

Burg und Festung Regenstein

Nördlich von Blankenburg im Nordharz ragt, gut sichtbar, die Ruine der Burg und Festung Regenstein aus dem gleichnamigen Sandsteinfelsen empor.

Ab dem 12. Jh. befand sich hier oben eine Burg der Regensteiner Grafen, welche von einer Mauer umgeben war und in den Felsen geschlagene Räume hatte. Allerdings fanden die Grafen im 15. Jh. kein Gefallen mehr an ihrer Burg und zogen in das Blankenburger Schloss um. Die Burg verfiel im Laufe der Jahre.

Erst im 17. bauten die Preußen den Regenstein zu einer Festung um, die ungefähr sieben Mal größer als die frühere Burg war. Heute kann man das weitläufige Gelände mit seinen Kasematten und verschiedenen Felsräumen besichtigen und auf den Felsen herumklettern. Bei gutem Wetter kann man sogar die beiden Türme des Halberstädter Doms auf der einen, und den Brocken auf der anderen Seite erkennen.

Öffnungszeiten:

April-Oktober 10-18 Uhr

Eintritt:

Erwachsene 3€, Kinder und Jugendliche 1,50€

Anfahrt:

Ausschilderung an der B81 folgen. Vom Parkplatz sind es ca. 400m bis zum Eingang.

Ab Bahnhof Blankenburg ca. 2,5 km zu Fuß.

 

Schloss Stolberg

Das idyllische Südharz Städtchen Stolberg mit seinen rund 400 Fachwerkhäusern ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Hoch oben, auf einem das Städtchen überragenden Felssporn, liegt das Renaissanceschloss Stolberg (es besitzt zwei Flügel aus der Renaissance und einen aus der Zeit des Barock), welches den Fürsten Stolberg seit dem 13. Jh. als Residenz diente. 1990 wurde es an einen Investor verkauft, der Pleite ging und das Schloss somit dem Schicksal des Verfalls übergab. Seit 2002 wird es aufwendig saniert und ist größtenteils fertig gestellt. Gleich nach dem Eingang gelangt man in das barocke Treppenhaus aus dem Anfang des 18. Jh. mit seinen wundervoll gestalteten Fresken. Im Schloss selber trifft man hier und da auf etwas seltsam wirkende Wand-und Deckenmalereien. Auf jeden Fall kann man überall etwas Spannendes entdecken.

Schloss Stolberg vor…

…und nach der Sanierung.

Öffnungszeiten:

Dienstag – Freitag 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Samstag und Sonntag 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Eintritt:

Frei, Spende erwünscht

Anfahrt:

Der kürzeste, leicht steile Weg führt über die Treppe rechts neben dem Rathaus im Zentrum von Stolberg. Der Weg bis zum Schloss ist ausgeschildert.

 

Schloss Wernigerode

Das auf dem Agnesberg gelegene Schloss Wernigerode, in der gleichnamigen Stadt, gleicht einem Märchenschloss und wird auch gerne mal als „Neuschwanstein des Harzes“ bezeichnet. Im 12. Jh. war das heutige Schloss noch eine Burg mit der Aufgabe die kaiserlichen Jagdwege von der Pfalz in Goslar in den Harz zu schützen. Später wurde es dann zum Residenzschloss der Grafen zu Stolberg-Wernigerode. Im späten 19. Jh. baute man es zum repräsentativen Schloss in der heutigen Form um, denn Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode war nun zu Bismarcks Vizekanzler des Deutschen Reiches aufgestiegen und musste angemessen residieren. Bereits 1929 waren die inzwischen zu Fürsten erhobenen Grafen pleitegegangen.

Im Inneren des Schlosses kann man rund 50 Räume durch einen Rundgang erkunden. Kein Raum gleich dem anderen. Prächtige Lüster, große Gemälde und gedeckte Tafeln geben ebenso einen Einblick in das Leben des damaligen Adels wie auch das prunkvolle Ehebett.

Bis zum 05. November 2017 kann man sich im Schloss noch die Ausstellung „DUCKOMENTA-Kunst-und Kulturgeschichte aus Entenhausen“ ansehen, die ich sehr empfehlen kann. Es handelt sich hierbei um „Kunstwerke der Weltgeschichte mit dem gewissen Etwas“ (weitere Informationen auf www.duckomenta.de).

Öffnungszeiten:

Mai – Oktober 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

November – April (Dienstag bis Freitag) 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Samstag/Sonntag 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintritt:

Erwachsene 6,00 €, ermäßigt 4€, Audioguide 2,50€, es gibt Familienkarten (14,50€)

Anfahrt:

Zu Fuß: steil und kurz ab Burgberg/Fürstengrotte oder Lustgarten-Löwentor-Rosenwinkel, etwas länger, dafür aber nicht so steil geht man über die Schlossallee.

Mit der „Wernigeröder-Schlossbahn“ (ca. alle 30 min.) ab dem Großparkplatz Anger/Schloss,

oder mit der „Wernigeröder Bimmelbahn“ (alle 20-40 min.) ab Marktstrasse hinter dem Rathaus. Beide kosten für eine einfache Fahrt 3€, Hin-und zurück 5€, Kinder fahren ermäßigt.


Ihr kennt noch weitere Burgen und Schlösser im Harz die man sich unbedingt anschauen sollte? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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6 Kommentare

  • Antworten
    Dagmar
    15. August 2017 an 22:46

    Den Harz hatte ich bis jetzt so gar nicht auf dem Schirm. Da scheint es doch einiges an Sehenswürdigkeiten und Interessantem zu geben.

    • Antworten
      Miriam
      15. August 2017 an 23:12

      Absolut liebe Dagmar! Der Harz ist wirklich schön und bietet für jeden etwas!
      Lg Miriam

  • Antworten
    Simone Orlik
    14. August 2017 an 8:31

    Hey Miriam, schöne Berichte, die du auf dieser Seite hast. Warum kommst du nicht mal nach Nordhessen und schreibst einen Reisebericht? Ich lebe in der Fachwerkstadt Melsungen direkt an der Fulda und das Melsunger Land hält auch einige Burgen, Klöster und Ruinen bereit, die wunderschön romantisch sind. Die Meisten sehen in Melsungen leider nur eine Abfahrt an der A7 und Stammsitz des Medizintechnikers BBraun.

    Viele Grüße, Simone

    • Antworten
      Miriam
      14. August 2017 an 8:56

      Liebe Simone,
      Melsungen liegt ja tatsächlich an der A7. Perfekter Zwischenstop, wenn wir mal wieder von Hamburg nach Vorarlberg fahren 😉!
      Dann kommen wir mal vorbei!!! Danke für den Tipp.
      Lg Miriam

  • Antworten
    Rebecca
    2. August 2017 an 11:08

    Hallo Miriam,
    da wohne ich gar nicht weit vom Harz entfernt und kenne bis auf das Schloß Werningerode keine der anderen Burgen. Dein Beitrag ist ne super Anregung für Ausflüge zum Wochenende. Hast du auch toll beschrieben; Öffnungszeiten usw. …. Jetzt reizt mich der Reenstein. Sieht aus, als könnte man da auch gut mit Hund hin.
    DANKE für die Tipps!

    • Antworten
      Miriam
      2. August 2017 an 13:58

      Hallo Rebecca,
      freut mich, dass ich Dir Anregungen geben konnte. Hunde dürften kein Problem sein, wir haben dort mehrere auf dem Gelände gesehen!
      Viele Grüsse
      Miriam

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